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Allgemein
Gerade im höheren Lebensalter sollte man nicht auf das tägliche Glas Wein verzichten.

Nicht umsonst sagt ein italienisches Sprichwort: "Der Wein ist die Milch der Alten", und wer kennt nicht die Aussage "Es gibt mehr alte Winzer als alte Ärzte".

Volksweisheiten haben oft einen wahren Kern. In Bezug auf die Wirkungen des Weins wurden derartige Redensarten in jüngster Zeit wissenschaftlich bestätigt.

Anfang der 90er Jahre wurde erstmals von angesehenen Wissenschaftlern verkündet, daß mäßiger Konsum von Alkohol das Infarktrisiko senkt.

Die Beweise für diese Aussage mehrten sich in den letzten Jahren, so daß heute kein Wissenschaftler daran Zweifel hegt, der sich seriös mit dem Thema befasst.

Wein senkt das Infarktrisiko
Zur Auslösung eines Herzinfarktes müssen normalerweise zwei unterschiedliche Vorgänge zusammen-treffen. Eine Gefäßverengung im Herzen und ein Blutgerinnsel, das darin hängen bleibt und den Blutfluß unterbricht. Der Herzmuskel wird dann in einem Bereich nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Ohne Sauerstoff kann er nicht arbeiten. Es kommt zum Infarkt.

Es gilt heute als gesichert, daß moderater Weinkonsum zu einem deutlich reduzierten Herzinfarktrisiko führt. Das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien überzeugend belegt. Schon lange ist bekannt, daß in den Ländern mit dem höchsten Weinkonsum die niedrigsten Herzinfarktraten zu finden sind. Inzwischen konnte man diese Erkenntnis zusätzlich in vielen genau kontrollierten Langzeit-Beobachtungsstudien bestätigen.

Am beeindruckensten zeigt dies eine Studie aus Dänemark: über einen Zeitraum von zwölf Jahren wurden mehr als 13.000 Frauen und Männer im Altersbereich von 30 bis 79 Jahren aus Kopenhagen hinsichtlich des Einflusses von Alkoholkonsum auf ihre Gesundheit untersucht. Das Ergebnis: Wer nie Wein trank, hatte ein doppelt erhöhtes Risiko, vorzeitig durch Herzinfarkt zu sterben, als diejenigen, die täglich Wein konsumierten. Bei einer Tagesdosis von ungefähr 0,4 - 0,6 Liter Wein war im Vergleich zu Weinabstinenz die Herzinfarktrate sogar um fast 60 % geringer. Bier senkte das Risiko um 28 %, Schnaps dagegen erhöhte es eindeutig. Danach scheint der Art des alkoholischen Getränks eine bedeutsame Rolle zuzukommen.

Wein wirkt direkt gegen einige entscheidene Risikofaktoren, die für die Entstehung von Herzinfarkt mitver- antwortlich sind. Diese Faktoren nehmen normalerweise mit dem Alter in ihrer Häufigkeit und ihrer Ausprägung von Jahr zu Jahr zu. Je älter Menschen sind und je mehr Risikofaktoren für Herzinfarkt vorliegen, desto stärker wirkt sich die vorbeugende Wirkung des Weins aus.

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